MdL Brunnemer im Gespräch mit den Rektoren Weber und Sauer
Die Gemeinschaftsschule, Schülerströme, die Entwicklung der Werkrealschule, die Auswirkungen des Wegfallens der verpflichtenden Grundschulempfehlung und Krankheitsvertretung wurden beim regelmäßig stattfindenden Gedankenaustausch zwischen Toni Weber, Rektor der Karl-Bühler-Schule in Meckesheim, Werner Sauer, Rektor der Schiller-Grundschule in Walldorf mit der Landtagsabgeordnete des Wahlkreises Sinsheim, Elke Brunnemer, diskutiert.
Mit der Abschaffung der Grundschulempfehlung, der Einführung der Gemeinschaftsschule und dem umstrittenen G9 Modell seien die Schülerströme nicht mehr einzuplanen. Hinzu kommen noch – aufgrund der Demographie – zurückgehende Schülerzahlen, so dass manche Standorte gefährdet sind. „Wir brauchen einen Schulbedarfsplan“ forderten die Schulleiter. Elke Brunnemer bestätigte, dass Schulentwicklung über die Einzugsbereiche von Schulen erfolgen sollte. Völlig unzulänglich seien die Krankheitsvertretungen, so die Schulleiter. „Die grün-rote Landesregierung sollte lieber unsere hervorragenden Schulen und Lehrerinnen und Lehrer unterstützen, als das Geld in ihr ideologisches Gemeinschaftsschulprojekt zu pumpen“, forderte Elke Brunnemer.
Bisher sind weder der finanzielle noch der pädagogische Rahmen der Gemeinschaftsschule klar. Auch gibt es bisher keine Lehreraus- und fortbildung. „Wer soll dort unterrichten?“, fragte Elke Brunnemer. Auch die Rektoren Weber und Sauer – beide Mitglied des Personalrates des Staatlichen Schulamtes in Mannheim – zeigten sich nicht überzeugt von dem grün-roten Konzept. Von den ersten angenommenen Schulen, die nun Gemeinschaftsschulen werden sollen, erfüllten über 50 % nicht die für Gemeinschaftsschulen selbst vorgegebenen Rahmenbedingungen aus dem Ministerium.
„Die Ministerin will wohl in einem ersten Schritt überall einfach schon mal das Schild ‚Gemeinschaftsschule‘ angebracht sehen, um dann Tatsache zu schaffen“, so die Parlamentarierin abschließend. (Text/Foto: Schmitt)